100 Jahre      Mikrobiologische Vereinigung München e. V.     1907 - 2007
 


Die Milben-Literatur der MVM

Verzeichnis der Werke und Sonderdrucke über Milben in unserer Vereinsbibliothek

Verzeichnis der Werke und Sonderdrucke Vitzthums
Verzeichnis der Milben-Artikel in der Zeitschrift Mikrokosmos
Sonstige Werke




Beinahe 150 Titel umfassen allein die Mikrokosmos-Artikel. Unter ihnen sind die von Dr. W. Hirschmann, Prof. Dr. Karg und Otto Woelke besonders hervorzuheben. Dr. Hirschmann, ein bedeutender, international geschätzter Milbenwissenschaftler, der Entdecker des "Gangsystems" der Milben, hatte vor vielen Jahren Kontakt zur MVM - durch unseren ehemaligen Zweiten Vorsitzenden, Herrn Bäuml, der ein Milbenfan war. Von Herrn Otto Woelke aus Hagen stammt eine ganze Reihe wertvoller, von ihm gestifteter Bücher unserer Bibliothek - hauptsächlich über Milben.

Die Milben sind faszinierende Geschöpfe. Sowohl "rein wissenschaftlich" betrachtet als auch vom Standpunkt der angewandten Wissenschaft. Sie berühren einerseits die Interessen des wirtschaftenden Menschen wegen ihres Parasitismus an Haus- und Zuchttieren, von den Hühnern über Pelztiere bis hin zu den Rindern, an Pflanzen wie die Spinnmilben oder gar Milben auf italienischen Käsespezialitäten. Andererseits berühren sie den Menschen direkt, bohren sich oftmals sogar in ihn hinein: als Haarbalgmilbe, als Krätzemilbe und "Herbstbeiß", oder sie machen ihm als Allergieauslöser zu schaffen (Ausscheidungen der Larve der Hausstaubmilbe).

Gute Gründe also und gar manch praktischer Anlaß, sich mit Milben zu befassen. Doch selbst insektensammelnde Naturfreunde, die es höchst belustigend finden, wenn ein bissiger Käfer mit seinen kratzigen Beinchen auf ihrem Arm entlangkrabbelt, haben vielfach eine atavistische Abneigung gegen alles, was zwei Beine mehr hat. Spinnen und ihre Verwandschaft lösen im Menschen offenbar Urängste aus, und während Naturfreund und -freundin die phantastisch gestaltete Milbe eben noch schön oder doch mindestens interessant fanden, wenden sie sich nach der Erklärung, sie sei eine Verwandte der Spinne, oftmals angeekelt und schaudernd ab.

Doch wir von der Mikrobiologischen Vereinigung München wissen es besser und überwinden die Ur-Scheu vor diesen Wesen. Wir sind ihnen dankbar für ihre eminent wichtige Rolle, die sie nicht nur im Haushalt der Natur, sondern auch in dem des Menschen spielen. Ohne die Milben würden wir, um es einmal drastisch auszudrücken, schnell im eigenen Dreck ersticken. Sie schaffen große Teile davon weg, sind unsere Freunde.

Danken wir es ihnen! Unsere Bücherschränke machen es uns leicht. Plankton fischen und angucken, Quetschpräparate machen, Pflanzenschnitte färben, das ist interessant, populär. Aber die Milben, die sammelt, präpariert und studiert nicht jeder, das ist ein Hobby für die Elite unter den Mikroskopikern. Vielleicht auch für Mitglieder der MVM ? Das wäre zu wünschen. K. H.

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Verzeichnis der Werke und Sonderdrucke Vitzthums in unserer Vereinsbibliothek

(Lese-Link: Leben und Werk des Milbenforschers Hermann Graf Vitzthum.)



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Milben in der Zeitschrift MIKROKOSMOS Verzeichnis der Milben-Artikel seit 1948/49

(Autor Titel Jahr Jg. Seite)


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Was man sonst noch an Milbenliteratur in der MVM-Bibliothek findet Bücher, Broschüren, Sonderdrucke



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