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In der Wasserprobe aus einem kleinen Teich am Waldrand finden sich unterm Mikroskop etliche Kolonien von Glockentierchen, die an Fadenalgen oder den Wurzeln der Wasserlinsen sitzen. Dazwischen streifen einige Ziliaten der Gattung Litonotus umher.Einer davon stößt während der Beobachtung auf eine Kolonie Glockentierchen, die schlagartig zurückschrecken - bis auf eines, das am Vorderende des Litonotus hängen bleibt; er hat es wohl mit seinen Trichozysten harpuniert.Der Stiel des Glockentierchens reißt ab und zuckt mit dem Rest der Kolonie zurück. Nun holt der Litonotus das Glockentierchen ganz zu sich heran und verschlingt es dann innerhalb weniger Sekunden.
Aufnahmen von Dr. Bernhard Wiedemann, Wiesbaden, im Differential-Interferenzkontrast mit Digitalkamera Olympus C3040 auf einem Zeiss Axioskop 2. Das zweite Bild der obigen Serie entstand mit einem Objektiv Plan-Neofluar 10x; danach blieb der Litonotus auf der Stelle, so daß er sich beim eigentlichen Freßvorgang gut mit dem 40er Objektiv aufnehmen ließ (Plan-Neofluar). Die Bilder zeigen Ausschnitte aus den Originalaufnahmen. |